Kipfenberg, 07.11.2017, von Rainer Straszewski

Ausbildung: Katastropheneinsatz im Eisenbahntunnel

Die Hilfsmaßnahmen bei Zugunglücken an sich sind schon eine herausfordernde Angelegenheit. So richtig kompliziert wird es für die Einsatzkräfte aber, wenn sich die Rettungsmaßnahmen im Tunnel abspielen müssen. Thema der heutigen Ausbildung war daher die Vorbereitung auf diesen, hoffentlich so bald nicht eintreffenden, Unglücksfall.

Jede Einsatzstelle birgt Gefahren für die eingesetzten Kräfte; das liegt in der Natur der Sache. Bei Rettungsarbeiten an Gleisanlagen gilt das in besonderem Maße: stromführende Leitungen und die Gefahr vorbei fahrender Züge vervielfachen auf Bahnanlagen die Gefahr für die Einsatzkräfte.

Die ist aber nur eine der Herausforderungen, die in derartigen Fällen auf die Helfer wartet. Der teilweise extrem schlechte Zugang zur Einsatzstelle einerseits und  die beengten Verhältnisse (in den Waggons oder außerhalb der Waggons im Tunnel) fordern bei Eisenbahnunglücken das ganze Improvisationstalent der Helfer.

Ein Mittel, um diesen Schwierigkeiten zu begegnen heißt einmal mehr: systematische Vorbereitung im Vorfeld. So fand die Ausbildung des Ingolstädter THW heute in Kipfenberg statt. Die dortige Feuerwehr ist im Einsatz für die Rettungsarbeiten an einem Teil der ICE Hochgeschwindigkeitsstrecke München-Nürnberg verantwortlich.

Nach der Ausleuchtung der Kipfenberger Übungsanlage erklärte Feurwehrler Gerhard Herzner anschaulich, mit welchen Rettungsgeräten die ICE Tunnel ausgestattet sind und wie diese angewendet werden können.

Ein besonderes Hilfsmittel hierbei ist ein Transportwagen, die an den Tunnelein- und –ausgängen bereit stehen,  auf die Schienen gesetzt werden dazu dienen Rettungsgeräte auf den Gleisen zum Einsatzort und Verletzte heraus zu transportieren.

Simon Edlich, Gruppenführer der 1. Bergungsgruppe zieht Bilanz: „Auch wenn wir natürlich hoffen, dass es nicht zum Ernstfall im Tunnel kommen wird, fühlen wir uns jetzt doch etwas sicherer; sollten wir dennoch einmal im Tunnel eingesetzt werden.“

Nach einer regen Diskussion blieben keine Fragen mehr offen und die Helfer konnten die Heimreise nach Ingolstadt antreten.


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