Ingolstadt, 29.07.2021, von Dominic Scholz

MdB Brandl zu Besuch im OV Ingolstadt

v.l.n.r.: Zöpfl, Huber, Brandl, Euringer, Schymala

Der OV Ingolstadt hat am Dienstag den 13.7. Besuch von einem alten Bekannten erhalten: MdB Reinhard Brandl wurde von einer kleinen Delegation aus dem OV Ingolstadt zum informellen Gespräch und Austausch in Empfang genommen.

Die Einführung übernahm der Ortsbeauftragte Werner Euringer gemeinsam mit Zugführer Wolfgang Zöpfl. Brandl betonte in diesem Zusammenhand die Wichtigkeit des THWs in seinen Augen: „Ich bin froh, dass wir Euch haben“. Die Relevanz des THWs in Verbindung mit seiner persönlichen Verbundenheit zum THW sei der Grund, warum er sich selbst sehr stark für die jeweiligen Ortsverbände einsetzt. Er freut sich, dass „das Geld auch da ankommt, wo es gebraucht wird“. Speziell die Entwicklung des OV Ingolstadt sei ihm die letzten Jahre sehr positiv aufgefallen.

Werner Euringer nutzte die Gelegenheit, die neuen Anschaffungen des Ortsverbandes vorzustellen. Diese wurde teilweise durch Spenden, teilweise durch Sondergelder beschafft. Hierzu zählt auch die neue Unterwasserdrohne. Stefan Huber (1. Vorsitzender des THW-Fördervereins Ingolstadt e. V) führte auf Rückfrage aus, dass es sich bei den Spenden um eine bunte Mischung handle: Neben der AUDI AG haben auch viele lokale Firmen, Banken sowie Privatpersonen gespendet. Weiter führte Werner Euringer zusammen mit Wolfgang Zöpfl die Pläne aus, die mit der Anschaffung der Drohne verbunden sind: Konkret handelt es sich dabei um den Aufbau einer neuen Fachgruppe „Ortung“. Hierzu erläuterte Wolfgang Zöpfl die unterschiedlichen Arten der Ortung. Neben der biologischen Ortung mit Rettungshunden gibt es die technische Ortung, welche vom OV Ingolstadt als neue Fachgruppe angestrebt wird. „Die Unterwasserdrohne in Verbindung mit dem bereits zuvor angeschafften Sonar beinhalten hier viel Potential“ führte Zöpfl weiter aus und hob in diesem Zusammenhang auch die möglichen Synergien mit weiteren Helfer- und Rettungsinstitutionen wie beispielsweise Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei sowie mit anderen THW-Landesverbänden hervor.

Gerade in Gesprächen mit der Wasserwacht wurden die Vorteile der Zusammenarbeit erörtert. Über das Sonar kann der Einsatzort zunächst eingegrenzt werden bevor er anschließend mit der Drohne genau lokalisiert wird. Erst dann muss ein Taucher tatsächlich ins Wasser. So kann nicht nur Zeit gespart werden, auch mögliche Gefahren für Helfer können dadurch massiv reduziert werden. Die gemeinsame Ausbildung am Sonar hat bereits Anfang Januar am Wasserübungsplatz Ingolstadt begonnen, ergänzte Zugführer Zöpfl. „Einsatzbereit ist die Drohne in 30 Minuten, somit ist die Erweiterung des Einsatzgebietes auf ganz Bayern denkbar.“

Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt sowie die aktuelle Ausbildungslage. Unsere Ausbildungsbeauftragte Franziska Zontar berichtete über die aktuellen Zahlen neuer Helfer und Helferanwärter sowie die dieses Jahr parallellaufenden Grundausbildungskurse. Auf Rückfrage von Brandl führte Zontar weiter aus, dass die angehenden Helfer aus nahezu allen Alters- und Berufsgruppen stammen. An dieser Stelle hob sie die aktuelle Problemstellung der Ausrüstungsbeschaffung hervor, besonders im Hinblick auf neue Helfer. Dies und weitere Probleme sind laut gemeinsamer Einschätzung dem Personalmangel im Hauptamt geschuldet. Dies zeichnet sich auch bei dem Langzeitthema Anpassung und Änderung von Liegenschaften aus. „Was sind Anforderungen an eine neue Liegenschaft?“, wollte Brandl wissen. Siegfried Schymala , der stellvertretende Ortsbeauftragte betonte, dass es an vielen Ecken an Platz mangele: Mehr Räume für Helfer und Büros, mehr Platz in der Umkleide wie auch für eine Schwarz-Weiß-Trennung (Trennung von Einsatzklamotten und privaten Klamotten), aber auch Platz für die Einsatzfahrzeuge und Geräte. „Aus Platzmangel steht aktuell unser Mobilbagger im Freien“ betonte Schymala. Auch an dieser Stelle bot Brandl seine Unterstützung an gerne Themen weiter mit voranzutreiben.

Über die positive Zusammenarbeit zwischen Hauptamt und Ehrenamt berichtete Zontar und betonte auch die erfolgreiche Integration der Bufdis (Bundesfreiwilligendienst). Gerade im Ehrenamt ist auch geplant regelmäßig die Arbeitgeber der Helfer zu kontaktieren, um so nicht zuletzt auch die Akzeptanz der Arbeitgeber weiter zu fördern und für das Entgegenkommen zu danken.

MdB Reinhard Brandl betonte an vielen Stellen die Unterstützungsbereitschaft. Zum Abschluss des Besuches verewigte sich Brandl noch im Gästebuch bevor es zum gemeinsamen Foto in die Fahrzeughalle ging.


  • v.l.n.r.: Zöpfl, Huber, Brandl, Euringer, Schymala

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