Ingolstadt, 10.10.2014, von Philipp Hollfelder

Zugtruppübung in Ingolstadt

In Ingolstadt übten Helfer verschiedener Ortsverbände die Führung von THW Einheiten im Einsatz.

Bei einer Großschadenslage werden Helferinnen und Helfer des THW aus den verschiedenen Ortsverbänden mit vielschichtiger Technik in den Einsatz geschickt. Zugtrupps und die Fachgruppen Führung und Kommunikation (FGr FK) übernehmen die Führung und Koordination dieser Kräfte und Technik. Am 10. Oktober übten 30 Helferinnen und Helfer aus 5 Ortsverbänden des Geschäftsführerbereiches Ingolstadt, sowie der Leitungs- und Koordinationsstab (LuK) der Geschäftsstelle Ingolstadt unter Leitung von Geschäftsführerin Petra Blechinger, das Zusammenspiel für den Ernstfall.

Nach einer kurzen Begrüßung stiegen die Teilnehmer in das angenommene Szenario Katastrophenalarm nach Überschwemmungen und Sturmschäden ein. Zur Abarbeitung der zahlreichen Einsatzaufträge wurden mehrere Zugtrupp Führungsstellen und die Kommunikations-, Führungs- und Lageeinheit der FGr FK aufgebaut und eingerichtet. Als kleine Besonderheit wurde die Führungsstelle der FGr FK durch Personal aus den Zugtrupps betrieben, während das Personal der Fachgruppe für die Einspielungen während der Übung zuständig war. So konnten wertvolle Einblicke in die Arbeit der jeweils anderen Einheiten gewonnen werden.

Da sich ein Einsatz des THW bei einer Großschadenslage im Regelfall über mehrere Tage hinzieht, war ein Schwerpunkt der Übung dem Schichtwechsel, also dem Übergeben und Übernehmen der aktuell zu bearbeitenden Schadenslage, gewidmet. Die Schwierigkeit hierbei ist die Minimierung von Informationsverlusten, wofür eine einheitliche Ausbildung, ebenso wie standardisierte Schadensdarstellungen und Sprachregelungen entscheidend sind.

In der Übung, die sich über den gesamten Samstag erstreckte, wurden die Zugtrupps von ihren Gegenspielern nach einem eigens entwickelten Drehbuch mit Aufträgen, Gefahren, Anforderungen und anderem konfrontiert. Überschwemmungen, vollgelaufene Keller, Sturmschäden und vermisste Personen – für die Führungseinheiten aus den Ortsverbänden Eichstätt, Gunzenhausen, Hilpoltstein, Roth und Treuchtlingen war auf dem Gelände des OV Ingolstadt Einiges abzuarbeiten.

Bei der Abschlussbesprechung äußerten sich die Übungsteilnehmer ausnahmslos positiv über diesen außergewöhnlichen Übungstag. Übungsleiter Philipp Hollfelder (Sachbearbeiter Einsatz der Geschäftsstelle Ingolstadt) bedankte sich bei den Helfern der FGr FK aus Hilpoltstein für die Ausarbeitung des Übungsszenarios und beim Ortsverband Ingolstadt für die freundliche Aufnahme und die gute Verpflegung.


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