Juni Hochwasser 2013

Ob beim Befüllen von Sandsäcken, der Durchführung von Pumparbeiten oder als Fachberater in der Einsatzleitung: auch das Ingolstädter Technische Hilfswerk (THW) ist angesichts der Hochwassersituation im Dauereinsatz. Wir werfen einen Blick in unser Einsatztagebuch...


Freitag, 17. Juni 2013

Heute sind die letzten der im Raum Deggendorf eingesetzten Ingolstädter Helfer wieder zurückgekommen. Damit ist der Hochwassereinsatz für uns beendet.

Ingesamt war das THW Ingolstadt 1.741 Stunden im Einsatz: beim Sandsäcke befüllen und stapeln, im Fachberatereinsatz in der Leitstelle, zum "bick-pack" transpotieren und Freiräumen von Straßen, Auspumpen und und und.


Dienstag, 11. Juni 2013

Die aktuelle Lagemeldung der THW Leitung in Bonn meldet, dass derzeit 7.500 THW Helfer in den Hochwassergebieten im Einsatz sind.


Montag, 10 Juni 2013

Derzeit sind in Deggendorf 47 Helfer aus dem Geschäftsführerbereich (GFB) Ingolstadt im Einsatz. Der GFB Ingolstadt besteht aus 11 Ortsverbänden in und um Ingolstadt. In ganz Bayern sind 550 THW Helfer eingesetzt.


Samstag, 08. Juni 2013

Heute stehen Aufräumarbeiten an: es gilt, die in den vergangenen Tage genutzten Geräte zu reinigen, aufzuräumen und die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Einige Helfer der Fachgruppe "Räumen" sind mit ihrem Radlader nach wie in Deggendorf im Einsatz.


Freitag, 07. Juni 2013

Drei weitere Helfer (ausgebildete Fahrer für den THW Radlader) fahren nach Deggendorf, um die dort eingesetzten Ingolstädter Helfer abzulösen.


Donnerstag, 06. Juni 2013

Die THW Leitung in Bonn richtet eine Telefonhotline für die Arbeitgeber der Helfer ein. Hier können sich Arbeitgeber über alle Themen rund um die Freistellung ihrer Mitarbeiter für den Katastropheneinsatz informieren.


Mittwoch, 05. Juni 2013

Um 5 Uhr wird das THW Ingolstadt alarmiert und in das Katastrophengebiet nach Deggendorf gerufen. Sieben Helfer der Fachgruppe Räumen brechen kurze Zeit später mit ihren Fahrzeugen (Radlader, Kipper, Tieflader) auf, um die Kollegen vor Ort an der Autobahn BAB 92 zu unterstützen. Diese ist überflutet und muss komplett gesperrt werden. Die Helfer bauen einen Damm und unterstützen das Abpumpen des Wassers von der Autobahn, so dass diese später wieder teilweise freigegeben werden kann. Im Anschluss helfen die Ingolstädter an weiteren Einsatzstellen.


Montag, 03. Juni 2013

Helfer des THW Ingolstadt führen im Stadtgebiet Erkundungsfahrten durch und unterstützen so die Einsatzleitung aktuellen Informationen. Mit den unterschiedlichen (teils geländegängigen) Fahrzeugen und in Sachen „Wassergefahren“ ausgebildeten Spezialisten, kann das Technische Hilfswerk hier wertvolle Unterstützung leisten.


Sonntag, 02. Juni 2013

Um 15:45 werden die Ingolstädter THWler alarmiert: es gilt, Sandsäcke zu füllen. So füllen 27 ehrenamtliche Helfer bis in die späten Nachtstunde bei strömendem Regen nach Absprache mit der Berufsfeuerwehr Sandsäcke. Noch sind diese für keinen konkreten Einsatzort eingeplant – sie werden präventiv vorbereitet, um diese im Falle eines Falles kurzfristig einsetzen zu können.

 

Noch bevor diese Arbeit endet, werden sieben Helfer mit der Ingolstädter Hochleistungspumpe nach Pfaffenhofen abgerufen, um das dortige THW bei Pumparbeiten zu unterstützen. Und dies sollte nicht der letzte Einsatz der Pumpe gewesen sein: die Pumpe fördert bis zu 7.000 Liter pro Minute und bewährt sich in diesen Tagen als wertvolle Ausstattung. Sie wird wohl auch in den nächsten Tagen noch des öfteren im Einsatz sein.


Ein Blick hinter die Kulissen: Die Einsatzleitung

In der "Integrierten Leiststelle" (ILS) laufen alle Fäden zusammen: von hier aus werden die erforderlichen Hilfs- und Rettungsmaßnahmen zum Hochwasser koordiniert.

Um die Einsatzleitung über mögliche Einsatzmöglichkeiten des THW informieren zu können, sind die beiden THW Fachberater Christian Ott und Michael Pollinger in der "heißen Phase" rund um die Uhr in der ILS im Einsatz. "Durch diese kurzen Wehe sind wir jederzeit über den Stand der Dinge informiert und können schon frühzeitig erforderliche Helfer alarmieren und die entsprechenden Gerätschaften bereitstellen. So verlieren wir keine Zeit", so Michael Pollinger. Und Christian Ott ergänzt: "Gerade in derartigen Einsatzlagen bewährt sich die professionelle, problemlose und absolut kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den Kollegen der Feuerwehr und der Leitstelle."

Die ILS ist in den Räumen der Ingolstädter Feuerwehr untergracht (Dreizehnerstraße) und koordiniert auch in "normalen" Zeiten alle Einsatz von Feuerwehr, THW und den Rettungsdiensten.


Ab Minute 28.50 wird über die Arbeit des THW in Passau berichtet.