Drei Stufen zum Erfolg: die Ausbildung im THW

Ob für Einsätze in Deutschland oder weltweit: Eine qualifizierte Ausbildung im Vorfeld ist unerlässlich. Das THW bildet seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus, damit sie für die Herausforderungen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gewappnet sind. Jährlich nehmen tausende THW-Kräfte die Aus- und Fortbildungsangebote des THW wahr.

Das Ausbildungskonzept des THW ist gekennzeichnet von drei verschiedenen Stufen: der Einsatzbefähigung, der Fachbefähigung und der Weiterbefähigung.

 

Einsatzbefähigung: Grundausbildung als erster Schritt

Zu Beginn steht für jeden Anwärter und jede Anwärterin die Grundausbildung. Durch sie erlangen die Ehrenamtlichen eine grundlegenden Vorbereitung auf kommende Einsätze. Sie bildet die erste Stufe für die Arbeit im THW. Neben dem richtigen Umgang mit Werkzeugen und Geräten aus der Standardausstattung des THW gehört Wissen über das THW, den Bevölkerungsschutz und das Verhalten im Einsatz genauso dazu.

Die Ausbildung der werdenden THW-Einsatzkräfte erfolgt einheitlich in ganz Deutschland. Dies stellt den gleichen Wissenstand aller 80.000 deutschen THWler sicher und sorgt dafür, dass im Einsatzfall die praktischen Handgriffe von allen gleich gut beherrscht werden.

Die Grundausbildung wird in den Ortsverbänden absolviert. Die Ausbildungen finden samstags statt. Da sich alle Helferinnen und Helfer ehrenamtlich im THW engagieren, ist so gewährleistet, dass sich die Grundausbildung mit Schule, Studium oder Beruf vereinbaren lässt.

Pro Jahr absolvieren rund 2.000 Helferinnen und Helfer bundesweit die Grundausbildung. Im Ortsverband Ingolstadt haben wir i. d. R. einen Grundausbildungskurs mit 6-8 Helfern.

 

Fachbefähigung: Spezialisierung

Ist die Prüfung nach der Grundausbildung bestanden, stehen den neuen THW-Helferinnen und Helfern auf der zweiten Ausbildungsstufe, der Fachbefähigung, verschiedene Wege offen.

Diese differenziert sich in die Fachausbildung, die Führungsausbildung, die Ausbildung für Funktionen und die Ausbildung für Auslandseinsätze. Viele Möglichkeiten also, weitere Qualifikationen zu erwerben. In der Regel folgt eine Ausbildung für die verschiedenen Fachgruppen im THW beispielsweise für die Fachgruppe Räumen, die die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung unterstützt, oder die Fachgruppe Wassergefahren, die für Rettung und Technische Hilfe an und auf dem Wasser zuständig ist.

 

Weiterbefähigung: Auffrischung von Wissen

Qualifikationserhaltende Maßnahmen, jährliche Unterweisungen und Anpassungsfortbildungen folgen in der ritten Stufe. Im Rahmen dieser Weiterbefähigung vertiefen die Teilnehmenden ihr vorhandenes Wissen und lernen neue Erkenntnisse und Methoden kennen. Hier finden sich zudem die zahlreichen praktischen Übungen, in denen Handlungsabläufe für den Einsatz vertieft werden. 

Pro Jahr üben die Ehrenamtlichen deutschlandweit rund 330.000 Stunden.

 

Eigene Ausbildungseinrichtung mit zwei Standorten

Nicht alle Qualifizierungsmaßnahmen finden auf Ebene der Ortsverbände statt. Für die umfangreichen Fort- und Weiterbildungsangebote stehen darüber Lehrgänge (teilweise mit Fernlehrgängen kombiniert) an einer der beiden Standorte der THW Bundesschule statt.

Sowohl im niedersächsischen Hoya als auch in Neuhausen / Baden-Württemberg bietet sich den Teilnehmenden ein Spektrum aus mehr als 200 verschiedenen Lehrgangsarten und Seminaren für die Bergungs- und Fachgruppen des THW.

Darüber hinaus bereiten sich die Helferinnen und Helfer dort intensiv auf Auslandseinsätze vor.

All diese Aus- und Weiterbildungsangebote sorgen für gut ausgebildete Einsatzkräfte im THW, die jederzeit für den Ernstfall gewappnet sind.

Nächste Grundausbildung startet im März 2017